Yin Yang - feminin und trotzdem knallhart!

In der heutigen Gesellschaft sind wir nicht nur für unseren beruflichen
Werdegang, sondern auch für unser persönliches Wohlergehen verantwortlich. Wir müssen unser selbst verteidigen, unsere Einstellungen und Gewohnheiten vor anderen rechtfertigen. Uns selbst gesetzte Ziele wollen wir erreichen, anderen gesetzte Grenzen sollen eingehalten werden.
Eine Erziehung zur Weiblichkeit lässt diese Aspekte jedoch oft aus, manchen Frauen fehlt einfach das Vertrauen in sich selbst, sowie die Erfahrung eigene Grenzen zu verteidigen, im Ernstfall auch durch den Einsatz von körperlichen Attacken.
Doch bis es dazu kommt, sollten alle “harmlosen” Waffen die uns zur Verfügung stehen abgefeuert werden, sprich Mimik - Gestik - Sprache. Kommt es dennoch zu einer körperlichen Auseinandersetzung braucht frau ein effektives Handlungskonzept, das WingTsun ihr bieten kann.

Frauen geraten für gewöhnlich in andere körperliche Auseinandersetzungen wie Männer.
Bei letzteren sind es bis heute meist “Ritualkämpfe”, die mit Gleichgeschlechtlichen ausgetragen werden. Frauen hingegen müssen sich eher selten gegen das eigene Geschlecht verteidigen, sie müssen mit dem Potential der Männer zurecht kommen, die meist grösser und auch kräftiger sind.
WingTsun greift genau diesen Aspekt auf. Entwickelt vor knapp 300 Jahren von einer Frau, befähigt WingTsun einen jeden sich gegen potentiell stärkere Angreifer zu verteidigen. Von Bedeutung ist also weniger die (Muskel-) Kraft, als die Technik damit umgehen zu können. Wir haben ein Mittel gegen das ungleiche Kräfteverhältnis:

   Wir nutzen die Kraft des Gegners.
 Wir nutzen sie gegen ihn selbst.
Wir fügen unsere eigene hinzu.
 

“Ein Täter braucht ein Opfer, um seine Pläne in die Tat umzusetzen. In den seltensten Fällen sucht er hierfür eine wehrhafte, entschlossene Frau. Er ist ein Feigling und nimmt intuitiv wahr, wer in seinen Vorstellungen von einem Opfer hineinpasst... Für ihn ist es wichtig , dass Sie tun, was er will. Sie als Person sind nicht interessant.”
(
verteidige dich3, Wu Shu-Verlag, S.39)